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BÜRGERBUS WILDESHAUSEN E.V.

Ehrenamtliche gesucht!

05 Januar 2023

NWZ · 5. Januar 2023

19 Ehrenamtliche übernehmen derzeit die Fahrten mit dem Wildeshauser Bürgerbus. Vier hätten im Jahr 2022 aufgehört, zwei Neue seien dazugekommen. „15 Personen ist das Minimum, um den Dreischicht-Betrieb aufrechtzuerhalten“, sagt Vereinsvorsitzender Heinz-Joachim Hoppe. Entsprechend gelte es, auch in diesem Jahr wieder kräftig die Werbetrommel zu rühren.

Als Voraussetzung müssen Interessierte mindestens 21 Jahre alt sein und seit mindestens zwei Jahren einen Pkw-Führerschein der Klasse B, ehemals Klasse 3, besitzen. „Es folgt eine ärztliche Untersuchung, die der Verein bezahlt“, schildert der Vorsitzende das Vorgehen. So werde das Seh- und Hörvermögen getestet, genau wie die Reaktionsfähigkeit. Nach der Beantragung und Ausstellung eines kleinen Führungszeugnisses gebe es dann vom Landkreis einen Personenbeförderungsschein – allerdings ohne Straßenprüfung wie bei Taxifahrern üblich. „Wir haben ja unsere festen Routen“, erklärt Hoppe.

Im Bus fahren die neuen Ehrenamtlichen zunächst zwei-, dreimal nur mit, bevor sie selbst ans Steuer dürfen. „Die ersten Fahrten werden immer noch begleitet, schließlich kommen noch oft Fragen auf, gerade in Sachen morgendliche Inbetriebnahme, Kassenbedienung, tanken und Ticketverkauf.“ Nach rund vier Wochen können Schichten alleine übernommen werden.

Feste Fahrzeiten können bei der Einteilung berücksichtigt werden. „Wenn jemand nur zweimal im Monat fahren oder beispielsweise nur dienstags die Spätschicht übernehmen kann, hilft das schon“, ermutigt Hoppe, das Ehrenamt auszuprobieren. „Die meisten unserer Ehrenamtlichen fahren allerdings regelmäßig eine Schicht pro Woche und damit vier Stunden. In Urlaubszeiten oder bei krankheitsbedingten Ausfällen unserer Fahrerinnen und Fahrer sorgt unser Fahrdienstleiter durch Telefonanrufe oder mit Hilfe einer App für den Ersatz. Viele Ehrenamtliche fahren gern zweimal pro Woche, wenn es nicht anders geht, aber das ist die Ausnahme.“

Regelmäßige Aktivitäten zur Gemeinschaftspflege werden – wie es sich für einen Verein gehöre – unternommen. „Wir treffen uns regelmäßig, um Neuigkeiten auszutauschen, unternehmen Ausflüge und Radtouren und veranstalten Grillabende oder andere Veranstaltungen. Das macht das Ehrenamt auch attraktiv“, so der Vorsitzende.

Artikel in der NWZ vom 5.1.2023

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